Dienstag, 10. Februar 2015

Völlig aufgelöst


Gründlich durchgecheckt
steht er da
und wartet auf den Start,
alles klar.


Der Vorhang, der geht auf
die Leute toben,
sie wollen für ihr Geld
etwas geboten
und jetzt wird es Zeit.

Der Scheinwerfer, so grell
er kann nichts sehen.
Das Publikum wird still,
voller Erwartung.
Alle Augen nun,
auf ihn gerichtet
doch er vergisst seinen Text.
Kein Wort kommt raus
er hält es nicht aus.
Buhrufe folgen

Völlig aufgelöst,er alleine
ohne Taschentuch
völlig durch den Wind.

Er improvisiert,
fängt an zu stammeln
ein Raunen durch den Saal
schon seit langem.
Den Text so gut gelernt
und jetzt die Schande
doch was nutzt es mir jetzt
am Ende
denkt er sich
und weint.

Das Publikum erbost
er wird schon panisch.
Der Tag fing schon schlecht an
doch das hilft jetzt gar nicht.
Hallo, tut mir leid
das nennt man Blackout
bitte nicht böse sein -
er verneigt sich
und
er weint wie ein Hund

er weint weiter
völlig aufgelöst,
er alleine
ohne Taschentuch
völlig durch den Wind

Der Vorhang, der geht zu
Sein letzter Schluchzer
durch das Mikrophon
und er verstummt

Unten toben noch
die Egoisten,
doch er denkt nur bei sich
wenn die wüssten,
Wie schmerzlich es hier war
auf dieser Bühne
dann hättet ihr Respekt
vor meinem Mut
Ich habe Wut.

Völlig aufgelöst,
er alleine
ohne Taschentuch
völlig durch den Wind

völlig aufgelöst.
er alleine
ohne Taschentuch
durch den Wind

Völlig aufgelöst,
er alleine
ohne Taschentuch
völlig durch den Wind

oh, oh, oh, oh.












Major Tom von Peter Schilling inspirierte mich zu diesem Text 
sowie einige DSDS Kandidaten :)





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